Im November 2020 wurde der zwölfte und jüngste Teil von Assassin’s Creed mit dem Namen Assassin’s Creed Valhalla veröffentlicht und entführte uns ins Setting der Wikinger.

Zwischen der Veröffentlichung Asassin’s Creed Valhalla und seinem Vorgänger Assassin’s Creed Odyssey lagen knapp zwei Jahre. Auch jetzt sind wieder fast zwei Jahre ins Land gezogen und obwohl die Handlung rund um die Hauptfigur Eivor Wolfsmal in dieser Zeit mit weiterem Content-Release befüttert wurde, gab es immer wieder Spekulationen, wie das Franchise rund um den ewigen Kampf zwischen Assassinen und Templern weitergeführt wird.

In den letzten Wochen bzw. Monaten sind immer wieder Konzepte und Leaks veröffentlicht worden, wie es insgesamt mit Assassin’s Creed weitergehen könnte. Auf den letzten, größeren Leak hat Ubisoft dann tatsächlich reagiert, und den neuesten Teil, Assassin’s Creed Mirage bestätigt.

Unterstützt wurde die offizielle Ankündigung auch mit dem ersten offiziellen Key Art:

Offiziell veröffentlichtes Assassin's Creed Mirage Key Art von Ubisoft
Offiziell veröffentlichtes Assassin’s Creed Mirage Key Art von Ubisoft

Bestätigung und Leak zu Assassin’s Creed Mirage im Vergleich

Weitere offizielle Informationen folgen dann zur Ubisoft Forward am 10. September. Der Leak, der Ubisoft aber letztendlich zur offiziellen Ankündigung bewegt hat, verrät aber durchaus mehr:

  • Name: Mit „Assassin’s Creed Mirage lag der Leak bereits richtig. Mirage heißt auf Deutsch „Fata Morgana“
  • Setting: Name und Key Art zeigen schon auf, in welches Setting wir uns bewegen werden. Angeblich ist der neue Schauplatz Bagdad zwischen den Jahren 860 und 870. Hier kam es wohl zu großen politischen Unruhen, die ja oft Teil der Assassin’s Creed Geschichten sind. Wenn wir übrigens die bisher veröffentlichten Teile bedenken, wäre ein Abstecher nach Konstantinopel gar nicht so weit hergeholt.
  • Hauptfigur: Angeblich sollen wir hier eine junge Version des Assassinen bzw. Verborgenen Basim spielen, der bereits aus den Handlungen in Assassin’s Creed Valhalla bekannt ist.
  • Release: Die letzten Teile wurden immer im Oktober/November veröffentlicht. Ich kann mir weder vorstellen, das der Release uns also kurz bevor steht, als das wir noch ein Jahr darauf warten müssen. Vermutet wird aber eine Veröffentlichung für das Frühjahr 2022.
  • Gameplay: Es soll wieder Back to the Roots gehen. Damit würden die Rollenspielelemente wegfallen und die bekannte Adlerauge-Ansicht wieder zurückkehren. Es soll sich also wieder mehr anfühlen, tatsächlich einen Assassinen zu steuern, der sich stets bedeckt halten würde. Eigentlich war bereits für Assassin’s Creed Valhalla mehr Stealth Action angekündigt (was im DLC „Siege of Paris“ meiner Meinung nach ein bisschen versucht wurde, umzusetzen), diesmal soll es aber wirklich kommen.
  • Sonstiges: wer die Handlung von Assassin’s Creed Valhalla kennt, weiß, das Basim eine Art Reinkarnation des nordischen Gottes Loki ist. Von ebendiesem soll Basim immer wieder Visionen haben.

Assassin’s Creed und Ich

Wenn man einmal einen Blick in die offiziellen Assassin’s Creed – Kanäle in den sozialen Netzwerken wirft, dann ist die Fangemeinde mehr als unzufrieden mit dem Weg, den dieses Franchise eingeschlagen hat.

Ich bin vom ersten Spiel, Assassin’s Creed mit der Hauptfigur Altair, an dabei. Ich habe so gut wie alle Teile begonnen zu spielen und den Großteil davon auch abgeschlossen. Assassin’s Creed Syndicate und Assassin’s Creed Rogue habe ich tatsächlich nie zu Ende gespielt. Auch mich hat nicht jede neue Entwicklung oder jedes neue Setting zu 100% überzeugt, aber dennoch bin ich weit davon weg, dem Ganzen den Rücken zu kehren oder erst einmal vorsichtig zu sein. Ich habe mich über jeden neu veröffentlichten Teil gefreut und war gespannt, welche Geschichte mir hier erzählt wird. Nur auf das kommt es für mich an.

Zusätzlich hab ich mir auch die verfügbare Literatur zu den einzelnen Spielen zugelegt und gelesen, um mehr in die erzählten Geschichten einzutauchen. Nicht jedes Buch ist nämlich eine 1:1 Nacherzählung der Spielehandlung sondern liefert entweder zumindest zusätzliche Geschichten oder spielt vor der eigentlichen Handlung des Games.

Wie stehe ICH Also zum neuen Titel? Ich freue mich. Wirklich. Im Regular Nerds – Podcast mit Daniel zu Assassin’s Creed Valhalla hab ich auch einiges an Kritik geäußert. Trotzdem fand ich Assassin’s Creed Valhalla kein schlechtes Spiel. Es hat seine Schwächen aber auch seine Stärken. Mittlerweile ist das Assassin’s Creed Universum so groß geworden, das man eben ohne Probleme viele Elemente hinzufügen kann und es trotzdem noch zusammen passt – auch wenn das für viele andere Fans der Serie schwer nachzuvollziehen ist.

Viele kritisieren die Tatsache, das es schon lange keine „wahren Assassinen“ mehr gab. Vor allem Assassin’s Creed Valhalla wird hier stark kritisiert, weil die Hauptfigur hier ja lediglich ein Verbündeter zu den Verborgenen ist, aber nie wirklich nach deren Credo leben würde.

Die gleiche Fangruppe findet aber Assassin’s Creed Black Flag als einen der besten Teile überhaupt. Und das obwohl auch hier die Hauptfigur Edward Kenway nicht wirklich (zumindest im Spiel) Mitglied der Assassinen-Bruderschaft ist. Auch dieser Charakter geht erstmal seinen eigenen, egoistischen Weg.

Dann wünschen sich viele neue Innovationen. Hier hat Ubisoft dann mit Assassin’s Creed Origins und dessen RPG-Elementen tatsächlich eine Innovation geliefert. Diese Spielemechanik war dann im Nachfolger Assassin’s Creed Odyssey schon wieder ausgelutscht und im letzten Setting noch weniger erwünscht. Damit dürfte doch der Ansatz bei Assassin’s Creed Mirage, tatsächlich wieder Back to the Roots zu gehen, doch eigentlich des Rätsels Lösung sein? Aber auch hier gibt es schon die ersten Kommentare, wo denn hier die Innovation sei. Man kann es also niemandem Recht machen.

Meine Gedanken zu Assassin’s Creed Mirage

Hier also meine Gedanken zum neuen Teil. In diesem Setting spielen wir seit langem einmal wieder einen tatsächlichen Assassinen bzw. Verborgenen. Das Outfit, das der offiziell noch unbekannte Hauptcharakter trägt, sieht auch wieder zu 100% nach Assassine aus. Und das ist auf jeden Fall schon ein guter Weg.

Auch das Setting wird bestimmt an die ersten Teile von Assassin’s Creed erinnern. Gerüchten zu Folge sollen die Assets auch dafür verwendet werden, um von ersten Teil ein Remake anbieten zu können. Dieses soll dann per Season Pass oder DLC geliefert werden.

Ich bin überzeugt davon, das sich dieses Spiel wieder vollumfänglich nach Assasin’s Creed anfühlen wird. Kutte, Waffen, Setting ist einfach DIE Kombination für dieses Spielegefühl. Auch wenn die Handlung von Assassin’s Creed noch 200 Jahre später spielen wird, kann ich mir auch eine Exkursion nach Masyaf vorstellen. Irgendwie und irgendwann müssen die Verborgenen ja sesshaft werden und der Hauptsitz der Assassinen sieht zumindest im ersten Teil so aus, als könnte es schon ca. 200 Jahre bestehen.

Im Rahmen der Veröffentlichung von Assassin’s Creed Valhalla im April 2020 ist mir eine Konzeptgrafik zu einem Season Pass untergekommen, die damals noch den wahrscheinlichen Arbeistitel „Assassin’s Creed Kingdom“ getragen hat, aber schon in den türkisen Farben von „Valhalla“. Zum einen waren zwei Erweiterungen abgebildet: „Ark of the Covenant“ und „The Prophecy of Asgard“. Als dritte „Ankündigung“ war auch das Remastered zu Assassin’s Creed zu sehen. Beide Erweiterungstitel würden sich auch für das Assassin’s Creed Mirage – Setting eignen.

Ich bin gespannt, ob wir hiervon noch etwas hören werden, denn kurz vor offizieller Ankündigung ging auch ein Expansion Leak mit dem Titel „A Forty Thiefs Quest“ mitsamt einem Key Art, das den Charakter des offiziellen Key Art von hinten zeigt, herum. Assassin’s Creed Mirage hat also wirklich einiges an Potenzial.

Außerdem hoffe ich, dass das Spiel noch für die Current Gen Konsolen veröffentlicht wird. Die aktuellen Games spiele ich „nur“ auf meiner Xbox One und ehrlichgesagt reicht mir das auch.

Die ersten Teile von Assassin’s Creed, vom ersten Teil bis Assassin’s Creed 3, hab ich alle noch auf dem PC gespielt, ab Assassin’s Creed 4 Black Flag war mein damaliger PC nicht mehr ganz so leistungsstark, weswegen ich von da an damals auf die PS3 umgestiegen bin, auf der ich dann noch Assassin’s Creed Rogue angefangen hab.

Zwar hab ich mir Assassin’s Creed Unity und Assassin’s Creed Syndicate jeweils in der Collectors Edition für PC gekauft, mir war aber bewusst, dass keiner der Teile mehr laufen wird. Kurze Zeit später hab ich dann bei einen Xbox One Angebot inkl. Unity zugeschlagen. Seitdem hab ich mein PC-Setting zwar nochmal geupgradet, ich hatte mich aber schon so an die Konsolensteuerung gewöhnt, das ich gar nicht mehr zum PC-Setting zurück möchte.

Alles in allem: ich bin auf jeden Fall sehr, sehr gespannt auf den neuen Teil und am kommenden Samstag werden wir hier endlich schlauer sein.

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